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Umschuldung

Der Weg zu mehr finanzieller Freiheit


Mit einer Umschuldung wird ganz allgemein das Ziel verfolgt, die hohe Verschuldung bis hin zu unerträgliche Situation des Schuldners spürbar zu entlasten. Die Kunst liegt darin, aus dem vorhandenen, also unveränderten Einkommen unterm Strich mehr zu machen. Das ist keine Zauberei, sondern absolut seriös. Der Betroffene sollte sich bei einer geplanten oder dringend notwendigen Umschuldung allerdings professionell helfen lassen. Ohne die Unterstützung eines externen Fachmannes sind die Chancen auf eine Umschuldung erfahrungsgemäß recht gering.


Zu viel verschiedene Verbindlichkeiten mit unterschiedlich hohen Zinsen


Über Jahre oder Jahrzehnte hinweg können sich vielfältige Verbindlichkeiten ansammeln. Deren Einzelbeträge sind keineswegs beunruhigend und auch nicht allzu hoch. Das Problem sind die Summe unterm Strich, die unterschiedlichen, teilweise sehr hohen Kreditzinsen sowie die Vielzahl an Zahlungsterminen. Jede Woche wird mindestens eine Zahlung fällig, die vom Girokonto abgebucht wird. Zu den gängigen Außenständen gehören ein oder mehrere Kreditkarten, Käufe im Versandhandel und im Onlinehandel, der übliche Konsumentenkredit als Ratenkredit, möglicherweise noch ein Rahmenkredit sowie ein Autokredit, und natürlich der Dispo-Kredit auf dem Gehaltskonto. Der Schuldner hat in dieser Situation alle Hände voll zu tun, um im Wochentakt die Kontodeckung auf dem Girokonto sicherzustellen. Abbuchungen dürfen nicht platzen oder storniert werden, weil das die Gläubiger hellhörig macht. Durch die Höhe der Zinsen ist an eine Schuldentilgung gar nicht zu denken. Der Kontoinhaber ist froh darüber, wenn er den Monat übersteht, ohne bei seinen Gläubigern negativ aufzufallen. Eine Besserung der Situation ist allerdings auch nicht in Sicht. Bedingt durch die Höhe der Sollzinsen auf dem Giro- sowie auf dem Kreditkartenkonto steigt der Schuldenstand, anstatt dass er sich reduziert. Die gesamte Lage ist für den Schuldner spätestens dann deprimierend bis aussichtslos, wenn sich Mahnungen häufen und die Gläubiger mit Negativeintragungen in der Schufa drohen.


Umschuldung – Alle Verbindlichkeiten zu einem Ratenkredit zusammenfassen


Wenn dieser Punkt erreicht ist, dann sollte sich der Verschuldete ein Herz fassen und sich professionell helfen lassen. Er selbst hat, wie es genannt wird, bei den Gläubigern jeglichen Kredit verspielt. Aufgrund von Zahlungsproblemen sowie der sich häufenden Mahnungen hat er seine Glaubwürdigkeit weitgehend verloren. Er braucht jemanden, der ihm vertraut, und dem er umgekehrt vertrauen kann. Gefragt ist ein Kreditinstitut, das in dieser Situation mit einem einzigen Ratenkredit sämtliche Altschulden ablöst. Das ist von der Sache her gar nicht so schwer und trotzdem nicht einfach. Die Hausbank ist über das Ausmaß der Verbindlichkeiten, bis hin zur Überschuldung, meistens nicht in vollem Umfang informiert. Bei der Neuaufnahme eines Umschuldungskredites muss der Schuldner jedoch lückenlos und wahrheitsgemäß alle Verbindlichkeiten angeben; ansonsten wäre ihm kaum geholfen. Der beste Weg dorthin ist ein anderes Kreditinstitut als neue Hausbank. Dort wird zukünftig das Gehaltskonto geführt, über das der gesamte Zahlungsverkehr mit Einnahmen und Ausgaben abgewickelt wird. Alle bestehenden Verbindlichkeiten werden zu einer Summe zusammengefasst. Sie ist identisch mit dem neuen, einzigen Ratenkredit bei der zukünftigen Hausbank.


Diese Umschuldung bietet mehrere Vorteile für den Kreditnehmer, und zwar


• Einen einzigen Ratenkredit mit einer längeren, feststehenden Laufzeit
• Niedrige, für die Kreditlaufzeit festgeschriebene Sollzinsen
• Eine einzige monatliche Ratenzahlung nach Gutschrift des Monatseinkommens
• Kredittilgung von der ersten Monatsrate an
• Mittelfristige Aussicht auf eine komplette Schuldenfreiheit
• Eintragung von nur einer Kreditverbindlichkeit in der Schufa


Umschuldung von Bank zu Gläubiger


Wenn der Schuldner mit externer Hilfe und Unterstützung eine neue Hausbank gefunden hat, die seine Umschuldung mitträgt, dann ist die Umschuldung selbst kein großes Problem. Sie wird von Bank zu Bank beziehungsweise von Bank zu Gläubiger abgewickelt. Nachdem der Kreditnehmer den Umschuldungsvertrag unterzeichnet hat, wird die Kreditsumme auf seinem neueingerichteten Kreditkonto gutgeschrieben. Von dort aus überweist die Hausbank an jeden einzelnen Gläubiger die Schuldsumme und gleicht den offenen Saldo aus. Spitz gerechnet ist danach der Umschuldungskredit aufgebraucht. Im Einzelfall ist es durchaus möglich, dass noch ein Betrag übrigbleibt, über den der Kreditnehmer frei verfügen kann.


Auf Aktualisierung der Schufa achten


Die Gläubiger sind dazu verpflichtet, auch positive Informationen wie eine Kreditablösung in die Schufa eintragen zu lassen. Vertrauen ist gut, Kontrolle ist besser! Der Betroffene sollte „seine Schufa“ daraufhin prüfen, dass die abgelösten Verbindlichkeiten auch tatsächlich als solche in der Schufa vermerkt werden. Die einzig neue, aktuelle Schufaeintragung ist der Umschuldungskredit. Damit verbessert sich der Schufa-Basisscore in nächster Zeit. Bei dessen Berechnung wird unter anderem berücksichtigt, ob der Verbraucher einen, mehrere oder viele Verbindlichkeiten eingegangen ist. Eine Kreditaufnahme ist durchaus üblich, wohingegen vielfältige Verbindlichkeiten unabhängig von ihrer Höhe erfahrungsgemäß den Schufa-Score und somit die Kreditwürdigkeit deutlich senken können.


Mehr finanzielle Freiheit durch Umschuldung


Der Kreditnehmer profitiert vom ersten Monat an von den Vorteilen des neuen Umschuldungskredites. Die Monatsrate für Kreditzinsen und Tilgungsanteil ist spürbar niedriger als die bisherige Summe aller monatlichen Zahlungen. Bei einem gleichbleibenden Ausgabeverhalten bleibt mehr Geld auf dem Konto als bisher. Die freie Verfügbarkeit über das Monatseinkommen ist deutlich größer. Durch den mit der Gutschrift des Monatseinkommens korrespondierenden Abbuchungstermin, beispielsweise zum 15. oder zum 20. des Monats, wird aus diesem Grunde kein Dispo-Kredit mehr benötigt. Letztendlich ist diese neue Gesamtsituation für den Kreditnehmer eine ganz wesentliche Erleichterung. Er ist jetzt nicht mehr überschuldet, sondern er gehört zum Gros derjenigen mit einem Verbraucherkredit. Das ist in der heutigen Zeit gang und gäbe.


Umschuldung auch für Selbstständige, Freiberufler und Freelancer


Eine entscheidende Voraussetzung für die Umschuldung mit einem langfristigen Ratenkredit ist das regelmäßige, gesicherte Arbeitseinkommen. Bei Beamten, Arbeitern und Angestellten ist das gewährleistet; nicht jedoch bei der Berufsgruppe von Selbstständigen, von Freiberuflern oder von freien Mitarbeitern, den Freelancern. Sie verdienen ihr Einkommen abhängig von der Auftragslage, ohne auf Jahre im Voraus planen zu können. Das beeinträchtigt ihre Bonität, also die Kreditwürdigkeit für einen Umschuldungskredit. Der Kreditgeber sieht darin ein Kreditausfallrisiko, möchte aber auf das Kreditgeschäft nur ungern verzichten und im Übrigen dem Verschuldeten auch helfen. In dieser Zwickmühle ist der Betroffene ohne externe fachliche Unterstützung meistens auf verlorenem Posten. Er benötigt einen für das Kreditinstitut glaubhaften, vertrauenswürdigen Vermittler. Anstelle eines Entgeltnachweises des Arbeiters oder Angestellten für die letzten drei Monate werden bei allen selbstständigen Berufsgruppen Einkommensnachweise für einen längeren Zeitraum von bis zu ein, zwei Jahren erwartet. Zu denen gehören Unterlagen wie Steuerbescheid, Bilanz, Einnahme-Überschussrechnung, Gewinn- und Verlustrechnung sowie aktuelle betriebswirtschaftliche Auswertung. Der potentielle Kreditgeber möchte sich ein möglichst genaues Bild über die finanzielle Situation machen, um das eigene Finanzierungsrisiko einschätzen zu können. Für diesen Personenkreis ist die Umschuldung wegen Überschuldung nicht einfach, aber auch nicht unmöglich.


Umschuldung zur Kostensenkung


Nicht jede Umschuldung einer bestehenden Verbindlichkeit muss zwangsläufig im direkten Zusammenhang mit einer hohen Verschuldung oder Überschuldung stehen. Eine Umschuldung bietet sich immer dann an, wenn die neue im Ergebnis günstiger ist als die bestehende Verbindlichkeit. So lohnt es sich durchaus, ein Darlehen oder einen Kredit aus dem vergangenen Jahrzehnt umzuschulden. Damals waren die Kreditzinsen sichtbar höher als zurzeit. Darüber hinaus kann ein neuer Umschuldungskredit deutlich flexibler ausgehandelt werden. Dazu gehören die Laufzeit, kostenlose Sonderzahlungen oder eine kostenlose vorzeitige Kreditablösung. In solchen Fällen bietet es sich an, die Umschuldung bei der Hausbank vorzunehmen, sozusagen den bestehenden Kredit alt gegen neu einzutauschen. In vielen Fällen lässt sich damit monatlich ein Betrag im mittleren bis hohen zweistelligen Bereich einsparen.


Fazit


Jede gekonnte Umschuldung hat automatisch eine finanzielle Entlastung des Betroffenen zur Folge. Ihm verbleibt mehr Geld zur freien Verfügung. Bei einer Überschuldung wirkt die Umschuldung geradezu befreiend; und zwar sowohl finanziell als auch persönlich und privat.

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