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Kreditwürdigkeit

Unter diesen Voraussetzungen gibt es einen Kredit


Wenn man einen Kredit aufnehmen möchte, kommt man nicht um eine Überprüfung der eigenen Kreditwürdigkeit herum. In der Fachsprache spricht man von Bonität. Während man beim Anmieten einer Wohnung in der Regel seine Bonität gegenüber dem Vermieter nachweisen muss, verschaffen diverse Unternehmen sich selbst einen Einblick in der sogenannten SCHUFA.


Wie funktioniert die SCHUFA?


Eine Selbstauskunft und entsprechende Gehaltsnachweise reichen einem Vermieter in der Regel als Nachweis für die Kreditwürdigkeit. Die meisten Bonitätsabfragen erfolgen allerdings im Hintergrund, ohne dass man davon etwas mitbekommt.

Die Zahlungsfähigkeit von Privatpersonen und Unternehmen wird für gewöhnlich von der geläufigsten Organisation, der SCHUFA, beurteilt. Durch selbst erhobene Daten und Meldungen von angeschlossenen Konzernen erfährt die SCHUFA, ob man einen Kredit beantragt hat, eine Rechnung nicht zahlt, oder ein Konto eröffnet.

Die SCHUFA verfügt über einen Index, der von 0 bis 100 reicht. Die eigene Kreditwürdigkeit wird an diesem abgelesen. Im Idealfall erreicht man die 100. Der zuvor genannte Score würde bedeuten, dass man zu jeder Zeit pünktlich gezahlt hat. Dank Bundesdatenschutzgesetz ist es möglich pro Jahr eine kostenlose Auskunft zu den gespeicherten Daten anzufordern und selbige gegebenenfalls korrigieren zu lassen. Möchte man dagegen wissen, wie der eigene Score ausfällt, muss man die Berechnungen der SCHUFA als Leistung bezahlen.


Zusätzliche Bedingungen für die Kreditwürdigkeit


Neben einer positiven Bonität spielen die persönlichen Voraussetzungen eine große Rolle. Können alle persönlichen Voraussetzungen belegt werden und ist man mit der Rückzahlung nicht überfordert, gilt man als kreditwürdig.

Als kreditwürdig gelten Personen, die

  • über ein gesichertes Einkommen verfügen

  • eine positive Bonität nachweisen

  • die Raten kontinuierlich zurückzahlen können.


Nach der Bonitätsprüfung bei der SCHUFA wird der Monatsüberschuss berechnet. Dieser setzt sich zusammen aus Einnahmen minus Ausgaben. Zu den Ausgaben zählen laufende Kosten wie Strom und Miete oder Versicherungen, die in unregelmäßigeren Intervallen abgebucht werden. Als Einnahmen können neben dem Gehalt auch Sonderzahlungen, wie regelmäßiges Weihnachtsgeld, gezählt werden.

Folgende Punkte muss man in der Regel belegen:

  • Angaben zum Beschäftigungsverhältnis

  • monatliche Einkünfte

  • Ausgaben

  • ggf. zusätzliche Verbindlichkeiten/Kredite


Des Weiteren sind die Banken dazu berechtigt, nach den Lebensumständen zu fragen. Die Kalkulation der Kreditinstitute hängt ebenfalls davon ab, wie viele Familienmitglieder mit dem Kreditnehmer zusammen wohnen. Auch die Frage, ob man eine eigene Immobile besitzt oder zur Miete wohnt, darf gestellt werden.


Wie wird die Kreditwürdigkeit eingestuft?


Für die Einstufung der Kreditwürdigkeit gibt es keinen festen Berechnungsbogen. Die persönlichen und wirtschaftlichen Verhältnisse des Kreditnehmers werden bei jedem Antrag individuell von der Bank geprüft. Die unterschiedlichen Stufen der Kreditwürdigkeit werden als Rating oder Score bezeichnet.

Das Rating „sehr gut“ erreichen in der Regel gut verdienende Kreditnehmer ohne negative SCHUFA Einträge. Einzelne Einträge und ein Gehalt, welches gerade noch die laufenden Kosten deckt, fallen in einen „ausreichenden“ Score.

Die Kreditwürdigkeit wird von Banken oft unterschiedlich berechnet. Es kann vorkommen, dass eine Bank einen Antrag ablehnt, während ein anderes Finanzinstitut zustimmt.


Die Kreditwürdigkeit bei Unternehmen


Unternehmen, die einen Kredit aufnehmen möchten, werden nicht nur bei der SCHUFA auf ihre Kreditwürdigkeit geprüft. Die Banken bitten hier auch bei diversen anderen Wirtschaftsdateien um Auskunft. Zusätzlich werden die Bilanzen der vergangenen Jahre vom Kreditinstitut ausgewertet. Als Unternehmer muss man in diesem Fall genau erklären können, wofür der Kredit verwendet werden soll.

Diese Punkte muss ein Unternehmer zusätzlich belegen können:


Die Kreditwürdigkeit selbst überprüfen

  • Verlust- und Gewinnrechnung / Einnahmen-Überschuss Rechnung

  • Betriebswirtschaftliche Auswertungen


Ein Kreditantrag wird abgelehnt, wenn man für das Kreditinstitut nicht kreditwürdig ist. In solchen Fällen wird oft auf die Angaben der SCHUFA verwiesen. Es kommt vor, dass man diese Entscheidung als Kreditnehmer nicht nachvollziehen kann. Spätestens jetzt sollte eine persönliche Auskunft bei der SCHUFA beantragt werden. Häufig sind veraltete oder sogar falsche Daten gespeichert. In jedem Fall kann sich das negativ bei der eigenen Kreditwürdigkeit bemerkbar machen.

Um das zu vermeiden empfiehlt es sich, vor der Antragstellung eine Auskunft einzuholen. Eventuelle Fehler können so im Vorfeld korrigiert werden.


Tipps zu einer guten Kreditwürdigkeit


Niemand weiß, wie die Bonitätswerte der Schufa berechnet werden. Der Bundesgerichtshof hat entschieden, dass die Berechnung auch weiterhin ein Betriebsgeheimnis bleiben soll. Diverse Rückschlüsse lassen sich trotzdem ziehen. Wenn man sich nicht sicher ist, ob die eigene Kreditwürdigkeit ausreicht um einen positiven Kreditbescheid zu erhalten, gibt es ein paar Dinge, die die Bonität steigern.


Tipp 1: SCHUFA Auskunft beantragen


Wird rechtzeitig im Vorfeld eine SCHUFA Auskunft beantragt, lassen sich gegebenenfalls veraltete oder falsche Eintragungen löschen. Dies führt zu einer besseren Bonität. Bis die SCHUFA Auskunft eintrifft können vier Wochen verstreichen.

Der Score wird nur alle drei Monate neu berechnet. Die Löschung fehlerhafter Daten sollte frühzeitig beantragt werden.

Tipp 2: Zweiter Kreditnehmer


In einem Kreditantrag kann ein weiterer Kreditnehmer eingetragen werden. Auch diese Angabe führt in der Regel zu einer höheren Bonität.

Tipp 3: Ungenutzte Konten und Verträge kündigen


Vor dem Kreditantrag sollten ungenutzte Konten und Kreditkarten gekündigt werden. Mehrere Girokonten und Kreditkarten haben einen schlechten Einfluss auf die Kreditwürdigkeit.

Mit nicht genutzten Mobilfunkverträgen sollte genauso verfahren werden.

Tipp 4: Keine Ratenkäufe


Nach Möglichkeit sollten Ratenkäufe vermieden werden. Die oft angebotenen 0 % Finanzierungen sind zwar verlockend, als Kunde sollte solch ein Kauf jedoch gründlich überdacht werden. Ratenkäufe sind in der SCHUFA vermerkt. Problematisch erweisen sich diese Einträge vor allem dann, wenn ein großes Darlehen benötigt wird.

Tipp 5: Kredit VS Kreditkondition


Werden bei mehreren Banken Angebote für einen Kredit eingeholt, sollte darauf geachtet werden, dass nur die „Anfrage Kreditkondition“, nicht die „Anfrage Kredit“ bei der SCHUFA eingeht. Je mehr Anfragen nach richtigen Krediten gestellt werden, desto schlechter wird der SCHUFA Score. In solchen Fällen geht die SCHUFA davon aus, dass man ein Problem damit hat, ein Darlehen zu bekommen.

Tipp 6: Sonstige Auskunfteien


Nicht nur bei der Bank, auch bei diversen Online-Shops spielt die Bonität eine Rolle. So kann es vorkommen, dass ein Kauf abgelehnt wird, obwohl der SCHUFA Score einwandfrei ist. Ähnlich arbeitende Auskunfteien sind Bürgel, Arvato Infoscore, Deltavist oder Creditreform Boniversum. Auch hier darf einmal im Jahr eine kostenlose Auskunft beantragt werden. Das Recht auf das Korrigieren fehlerhafter Einträge ist ebenfalls gegeben.

Tipp 7: Hoher Dispokredit


Viele Kreditinstitute hinterlegen bei der SCHUFA Angaben zum jeweiligen Dispositionskredit. Je höher der Dispokredit ist, desto besser wird die Kreditwürdigkeit von Banken und SCHUFA eingeschätzt.

Wird der Dispositionskredit überzogen, wirkt sich das negativ auf die Bonität aus.

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